Hallenmasters 2014

Der Torwart wird zum Matchwinner

Hallenfußball: Bezirksligist Hofeld triumphiert in Namborn

Hallenmasters-Qualifikationsturnier in Namborn hat die Truppe um Spielertrainer Bernd Nötzel ihre Kritiker jetzt aber eines Besseren belehrt. (Veröffentlicht am 07.01.2014, Saarbrücker Zeitung)

Namborn. Überraschung beim Hallenfußballturnier in der Namborner Liebenburghalle: Der krasse Außenseiter SV Hofeld machte am Sonntag vor Bezirksligist SV Oberlinxweiler das Rennen, für die favorisierten Teams aus Freisen und Winterbach blieben nur die Trostpreise. „Wir sind eigentlich als ,Nicht-Hallenspieler' verschrien, nun haben wir gezeigt, dass wir auch in der Halle Fußball spielen können“, freute sich Hofelds Spielertrainer Bernd Nötzel (50). Im Finale besiegte sein Team den SV Oberlinxweiler mit 5:3 nach Siebenmeterschießen. In der regulären Spielzeit ging Hofeld durch ein Tor von Matthias Marguitz in Führung, Andreas Decker glich für den SVO aus. Im Siebenmeterschießen wehrte der überragende Christian Schulz im SVH-Kasten die Schüsse von Stefan Fell und Pascal Wagner ab. „Er war unser Matchwinner, aber ich wusste, dass er zwei Siebenmeter halten würde“, sagt Nötzel. Ungeschlagen wurde der SVH Turniersieger. „Wir waren bis auf ein paar Fehler konstant und konsequent“, urteilte Nötzel.

Innerhalb von einer Woche bestritt Oberlinxweilers Neuzugang Andreas Decker sein zweites Finale. Mit seinem Ex-Verein Freisen stemmte er in der Bruchwaldhalle den Pott, über die Finalniederlagegegen Hofeld war er nicht mal so traurig: „Dass wir so weit gekommen sind, war schon überraschend.“ Im Halbfinale hatte Oberlinxweiler Titelverteidiger Winterbach mit 1:0 ausgeschaltet. Pech für den Landesligisten: Ein Rettungsversuch von Jannik Nüssleins landete nach zehn Minuten unglücklich im eigenen Tor.

„Klar hatten wir uns die Titelverteidigung fest vorgenommen, aber in den entscheidenden Situationen haben wir die Tore nicht gemacht“, resümierte Winterbachs Spielertrainer Mike Schmidt. Die Sportfreunde waren gegen Oberlinxweiler die klar spielbestimmende Mannschaft, doch auch der sonst so abgezockt agierende Schmidt ließ einen Hochkaräter zur Führung liegen.

Die Sensation des Turniers spielte sich im zweiten Halbfinale ab

Die Sensation des Turniers spielte sich im zweiten Halbfinale ab: Hofeld eliminierte den Verbandsligisten Freisen. Marguitz legte das 1:0 vor, Nötzel machte vor seinem Treffer zum 2:0 gleich drei Freisener nass. „Danach hätten wir den Sack zumachen müssen“, ärgerte sich Nötzel.

Doch innerhalb von 30 Sekunden glichen Tobias Erfurt und Thomas Adams zum 2:2 aus. Jetzt wurde es richtig kribbelig. Lukas Marguitz schloss einen Konter mit dem 3:2 für Hofeld ab. Freisen startete wütende Angriffe, schoss aus allen Lagen, jedoch nur beim 3:3-Hammer von Steven Klos war Schulz machtlos. Adams und Sandro Rudelitz scheiterten danach im Siebenmeterschießen an Schulz – und Freisen durfte nur im kleinen Finale ran. Der abschließende 3:2-Erfolg über Winterbach schönte ein wenig den mageren Gesamtauftritt des Favoriten.