Bilanz 2015

Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land - Erste Bilanz nach erfolgreicher Fusion

Trotz schwieriger Zinssituation mit Geschäftsentwicklung zufrieden

Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land präsentierte nach der Fusion der St. Wendeler Volksbank eG und der Volksbank Nahe-Schaumberg eG die erste gemeinsame Bilanz. „Die Verschmelzung beider Banken hat sehr gut funktioniert, die Mitarbeiter haben einen tollen Job gemacht“, sagte Stefan Kochems, der mit seinen Vorstandskollegen Bernd Kühn und Gerd Linn den rund 130 anwesenden Vertretern in der Versammlung im St. Wendeler Saalbau die Bilanz für 2015 und die Entwicklung der Volksbank vorstellte.

In seiner Einleitung ging Bernd Kühn zunächst auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Bedeutung der Leitzinsen für Sparer und Kreditinstitute ein. „Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank stellt auch Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land vor immer wieder neue und schwere Herausforderungen. Auch die immer stärkere Bankenregulierung, wie zum Beispiel durch strengere Vorschriften für die Prüfung von Kreditanfragen, Meldungen von Finanzdaten oder die Protokollierung von Wertpapiergeschäften, erfordert mittlerweile eine Bürokratie, welche sich kleine Volksbanken fast nicht mehr leisten können“. Dennoch stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, wie Gerd Linn berichten konnte. „In einem sehr schwierigen Umfeld haben wir uns erfolgreich behauptet. Wir konnten einen Gewinn von knapp einer halben Million Euro erwirtschaften. Unsere 17.000 Mitglieder können sich über eine Dividende in Höhe von 4 % freuen“. Die Bilanzsumme der Bank liegt mit 707 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau.

Das insgesamt betreute Kundenvolumen konnte um rund 3 Prozent ausgebaut werden und beträgt nun rund 1,5 Mrd. Euro. Bei den bilanziellen Kundeneinlagen konnte ein Wachstum von 13 Millionen Euro auf nunmehr 544 Millionen Euro festgestellt werden. Bei der Geldanlage spielten Wertpapiere eine immer größere Rolle, erläuterte Bernd Kühn. „Es setzt sich offenbar die Erkenntnis durch, dass die Zinsen niedrig bleiben werden. Daher suchen die Anleger Alternativen zum Tagesgeld“.

Die bilanzierten Kundenkredite stiegen gegenüber 2014 um 10 Millionen Euro auf 494 Millionen Euro. Dieses Wachstum verteilt sich gleichermaßen auf Privat-, Firmen-, aber auch Kommunalkredite. Wobei im Privatkundengeschäft weiterhin großes Interesse an Wohnungsfinanzierungen sowie an Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung besteht.

Traditionell ist die Volksbank auch stark gesellschaftlich engagiert und bringt ihre Verbundenheit mit der Region immer wieder zum Ausdruck. Zwischen 2013 und 2015 spendete man knapp 100.000 Euro und unterstützte eine Vielzahl an Vereinen und Initiativen mit rund 450.000 Euro.

Dass die Mitgliedervertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Über die Verwendung des Bilanzgewinns hatte die Versammlung ebenfalls zu entscheiden. Dabei folgten die Vertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Paul Ames, Franz-Josef Backes und Jan Heckmann. Alle Wahlen und Beschlüsse erfolgten einstimmig.

„Wir blicken verhalten optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Wir haben eine gute Ausgangsbasis und sind bestens vorbereitet, mit unseren Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern gemeinsam erfolgreich die Zukunft zu gestalten. Verhalten optimistisch, da sich die Null- bzw. Negativzinspolitik der EZB auch in der Zukunft in unseren Büchern bemerkbar machen wird“, konstatierte der Vorstand.

Mit dieser Zinspolitik riskiert die Europäische Zentralbank ein Destabilisieren des Bankensystems, verunsichert Unternehmen und Verbraucher, belastet die Altersvorsorge und erhöht die Anreize zur Verschuldung sowohl der Unternehmen und Privathaushalte also auch der Staaten.

Vor diesem Hintergrund ist ein Kurswechsel der EZB dringend erforderlich.

Gut aufgestellt sieht sich Unsere Volksbank eG bei der Kundennähe. Mit 18 Filialen erreicht man die 50.000 Kunden optimal in der Fläche. Dennoch sind die Filialen auch ein Kostenfaktor. Allein im letzten Jahr hat man rund 870 T€ in die Modernisierung der Filialen, insbesondere in Wolfersweiler und Neunkirchen/Nahe, gesteckt.

Unsere Volksbank in Zahlen

Bilanzsumme  707 Mio. €
Kundeneinlagen 544 Mio. €
Kundenkredite  494 Mio. € 
Betriebsergebnis vor Bewertung  3,9 Mio. € 
Mitarbeiter  204 
Filialen  18 
Kunden  rd. 50.000 
Mitglieder  rd. 17.000